In sieben Schritten zu Deiner ungewollten Re-Sectio

Wütende Frau

Du hast bei der Geburt Deines ersten Kindes einen Kaiserschnitt erlebt? Und nun wünschst Du Dir beim nächsten Kind unbedingt eine natürliche Geburt? In diesem, zugegeben nicht ganz ernst gemeinten Artikel, zeige ich Dir, was Du tun musst, damit Dein Vorhaben auf jeden Fall scheitert.

Ein bisschen Selbstironie ist in diesem Beitrag auch dabei. Nicht umsonst hatte auch ich zwei Kaiserschnitte.

Schritt 1:

Verarbeite auf gar keinen Fall den vorherigen Kaiserschnitt, selbst wenn er für Dich traumatisch gewesen ist. Im Gegenteil. Versuche die letzte Geburt möglichst schnell zu vergessen. Hauptsache Dein Baby ist gesund. Sage Dir, das alles gar nicht so schlimm war und Du selbst übertreibst.

Schritt 2:

Stelle Dich erst kurz vor der nächsten Geburt in der nächstgelegenen Klinik vor und vertraue darauf, das diese Klinik die perfekte Begleitung für Deine nächste Geburt organisieren wird.

Schritt 3:

Vertraue darauf, das Dein Umfeld Dich auf jeden Fall bei der Geburt unterstützen wird. Organisiere das Umfeld für Deine Geburt nach dem Motto „Weniger ist Mehr“.  Eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge ist überbewertet. Das sieht man doch allein schon daran, das es immer weniger Hebammen gibt. Richte Dich also vor allem danach, was Deine Nachbarinnen, Freundinnen und die Schwiegermutter Dir empfehlen und versuche es nach Möglichkeit jeder Person Deines Umfeldes recht zu machen. Ich weiß, das ist schwierig. Aber Du schaffst das schon.

Schritt 4:

Sieh Dir im Fernsehen und im Internet alles an, was Du über das Thema Geburt finden kannst. Lies Dir vor allem viele Geschichten über Komplikationen durch, damit Du weißt, was auch Dir alles passieren kann. Denke möglichst oft daran, was bei Deiner nächsten Geburt schief gehen könnte. So bist Du auf jeden Fall schonmal darauf vorbereitet.

Schritt 5:

Solltest Du doch einmal Angst vor der Geburt haben, versuche diese Angst unbedingt zu verdrängen. Sprich mit niemandem über Deine Ängste und sage Dir, das es schon nicht so schlimm werden wird, wie Du befürchtest.

Schritt 6:

Wenn Du Dich in der Klinik zur Geburt einfindest, sage dort Bescheid, dass Du unbedingt auf Nummer Sicher gehen möchtest. Bitte um Schmerzmittel, Wehenmittel, ein Dauert-CTG und stündliche vaginale Untersuchungen, damit der Geburtsfortschritt gut dokumentiert ist. Dann lege Dich ins Kreissaalbett und übergib der anwesenden Hebamme die Verantwortung für alles Weitere.

Schritt 7:

Bitte sofort um einen Kaiserschnitt, sollte der Geburtsfortschritt einmal weniger als einen cm pro Stunde betragen.

Befolgst Du diese sieben Schritte genau, steht Deiner Re-Sectio nichts mehr im Wege. Aber denke immer daran, das Du nicht Schuld bist, sondern die Anderen. Was kannst Du dafür, das sie sich nicht gut genug um Deine Geburt gekümmert haben?

Falls Du doch gerne etwas mehr Verantwortung für die Geburt Deines nächsten Kindes übernehmen möchtest, könntest Du mit unserem Minikurs „Mentale Vorbereitung Deiner Geburt nach Kaiserschnitt“ beginnen. Wir laden Dich herzlich dazu ein und freuen uns über möglichst viele Teilnehmerinnen, denn so wird es einen lebendigen Austausch in der Gruppe geben.

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Ute Taschner, so toll ich Ihre Arbeit finde, schießt dieser Artikel für mich persönlich etwas am Ziel vorbei. Frauen, die den Artikel lesen können sich durch die Worte, bzw. wie sie formuliert sind, schuldig fühlen, dafür dass sie einen Kaiserschnitt hatten. Ich finde bei so einem sensiblen Thema ist „Ironie“ fehl am Platz. Es kann als „sich lustig machen“ empfunden werden (was Sie nicht machen – das weiß ich). Liebe Grüße und vielen Dank für Ihre (sonst) so hervorragende und wichtige Arbeit.

    1. Liebe Esther, herzlichen Dank für die wertschätzend formulierte Kritik. Ich denke, ich lege da schon einen Finger in die Wunden vieler Frauen. Jedoch soll sich niemand deswegen schlecht fühlen, weil sie einen weiteren Kaiserschnitt erlebt hat.
      Ich habe es auch nicht getan, obwohl ich selbst viele dieser Tipps beherzigt habe. 😉 Nicht umsonst hatte auch ich einen zweiten Kaiserschnitt. Vielmehr möchte ich jenen Müttern, die vor der nächsten Geburt nach ihrem Kaiserschnitt stehen, zeigen, wo die Schwierigkeiten teilweise unter Umständen könnten, bzw. wovor sie sich in Acht nehmen sollten. Ich hoffe, das kommt auch so an. Nicht als sich lustig machen, sondern als ein Wachrütteln.

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