6 Mythen über die Uterusruptur

Du hattest einen Kaiserschnitt und Du hast Angst vor einer Uterusruptur? Diese 6 Mythen sind verbreitet, jedoch leider falsch! Höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Mythos Nummer 1:

Uterusrupturen sind häufig und deshalb solltest Du aus Sicherheitsgründen lieber einen erneuten Kaiserschnitt durchführen lassen.

Stimmt nicht: Echte Rupturen kommen nur bei 2 bis max. 5 von 1000 Geburten im Zustand nach Kaiserschnitt vor.

Häufiger ist das Auseinanderweichen der Narbe, was meistens symptomlos bleibt und für Mutter und Kind selten eine akute Gefahr darstellt.

Mythos Nummer 2:

Nach zwei Kaiserschnitten ist das Ruptur-Risiko so hoch, dass eine natürliche Geburt für Dich nicht mehr in Frage kommt. 

Stimmt nicht: Es gibt inzwischen viele Kliniken (siehe Netzwerk), die Mütter nach zwei oder sogar nach mehr Kaiserschnitten begleiten.

In der englischsprachigen Leitlinie des Royal College of Obstetricians & Gynaecologists RCOG aus dem Jahr 2015, letztes Update Februar 2017 heißt es: Frauen mit zwei oder mehr Kaiserschnitten im unteren Uterinsegment kann eine VBA2C nach Beratung durch einen erfahrenen Geburtshelfer (senior obstetrician) angeboten werden. Im Hinblick auf weitere Schwangerschaften und Geburten sprechen sich die Autoren der Leitlinie dafür aus, der VBAC (nach zwei Kaiserschnitten Anm. der Autorin) größere Beachtung zu schenken. „…and therefore greater consideration ought to be given to attempting VBAC.“

Mythos Nr. 3

Das Ruptur-Risiko ist so gering, dass Du es es komplett vernachlässigen kannst. 

Stimmt nicht: Es ist wichtig, möglichst alle Umstände zu vermeiden, die das Risiko für eine Ruptur erhöhen.

Dazu gehören vor allem Einleitungsversuche ohne medizinische Indikation, z.B. auf Wunsch der Mutter oder weil der errechnete Geburtstermin überschritten worden ist. Siehe dazu auch mein Artikel: Geburtseinleitungsversuche erhöhen das Risiko für eine Uterusruptur

Gerade bei Geburten nach einem vorherigen Kaiserschnitt ist die 1:1 Begleitung durch eine Hebamme wichtig, die erste Anzeichen vom Komplikationen sofort erkennen kann.

Mythos Nr. 4

Die Messung der Narbendicke während der Schwangerschaft kann das Ruptur-Risiko genau vorhersagen.

Stimmt nicht: Für die Anwendung der Narbenmessung gibt es bisher noch keinen einheitlichen Standart, weil sich die Wissenschaftler weder auf eine einheitliche Messmethode noch auf einen einheitlichen Grenzwert einigen konnten.

Zudem zeigt die Erfahrung, dass die Beschaffenheit der Narbe ein Kriterium unter mehreren anderen ist, um die Chancen für eine erfolgreiche VBAC (vaginal birth after cesarean; natürliche Geburt nach Kaiserschnitt) abzuschätzen (RCOG Guideline 2017).

Mythos Nummer 5:

Bei einer Uterusruptur versterben fast immer Mutter und Kind.

Stimmt nicht: Mütterliche Todesfälle in Folge einer Uterusruptur sind extrem selten. So wurde in den Einzellfalluntersuchungen zu den Müttersterbefällen in Bayern seit 25 Jahren (Daten wurden erhoben zwischen 1983 und 2012) kein einziger mütterlicher Sterbefall in Folge einer Uterusruptur dokumentiert (Welsch, Wischnik, Lehner 2016).

Das absolute Risiko eines VBAC-assozierten kindlichen Todesfalles ist extrem niedrig. Es liegt bei 4 auf 10.000 Geburten oder bei 0,04% . Damit ist es vergleichbar mit dem Risiko, welches auch bei einer natürlichen Geburt für das Baby bei Erstgebärenden besteht.“ (RCOG)

Mythos Nummer 6:

Die Uterusruptur ist für Dich die gefährlichste Komplikation im Zustand nach einem Kaiserschnitt

Stimmt nicht: Die Einnistungsstörung der Plazenta ist für die Mutter die gefährlichste Spätkomplikation in Folge eines oder wiederholter Kaiserschnitte. Einnistungsstörungen der Plazenta können zu lebensbedrohlichen Blutungen bei der Mutter führen. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit jedem erneuten Kaiserschnitt zu.  Aus Angst vor einer seltenen Ruptur wird dieses, etwas häufiger eintretende Risiko, für die Mutter in Kauf genommen. Nach drei Kaiserschnitten liegt es bereits bei 3%.

Leider werden viele Mütter noch immer viel zu sehr verunsichert und wissen gar nicht, das sie selbst diejenigen sind, die entscheiden, wie sie ihr Kind zur Welt bringen.

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79 Kommentare, sei der nächste!

  1. Guten abend ich habe eine wichtige frage an ihnen unzwar meine schwester ist mit dem 6 kind schwanger sie hat bis jetzt 5 Kaiserschnitte hinter sich und sie wurde nach dem 5 kind nach 5 monaten scvwanger sie war zu erst bei ihre frauen ärtztin und sie hat zu ihr gesagt das es lebensbedrohlich für sie ist dan wollte sie wircklich das kind abtreiben bis die Abtreibungs stelle ihr empfohlen hat das sie sich eine 2 meinunc holen soll dan ist sie ins Krankenhaus gegangen wo sie alle ihre geburten hate und 4 Spezialisten habe sie kontrolliert und ihr gesagt sie darf das kind austragen mit fil ruhe ich möchte mich gerne erkundiegen da ich sehr fil angst um sie haben können sie mir sagen was für Erfahrungen sie darüber besitzen das wäre sehr nett wen sie mir einieges darüber mich informieren können danke und ein schönen abend.

    1. Hallo Sarah, vielen Dank für Ihre Nachricht. Da jeder Körper anders ist und jede Schwangerschaft unterschiedlich verläuft, sollte Ihre Schwester den Spezialisten in der Klinik, in der sie sich jetzt vorgestellt hat, weiter vertrauen. Dort wird sicherlich regelmäßig kontrolliert werden, ob alles in Ordnung ist. Aus der Ferne kann ich zum speziellen Fall ihrer Schwester leider keine Aussagen machen. Es ist immer sehr individuell, wie da vorgegangen werden kann und das müssen die Ärzte vor Ort entscheiden. Ich denke, die werden dort auch kein Risiko eingehen wollen und ihre Schwester sicherlich gut begleiten. Ich habe bisher von einigen Frauen gehört, die 5, 6 oder 7 Kaiserschnitte hatten und bei denen die Schwangerschaften gut verlaufen sind. Die Kinder wurden dann in Absprache mit den Ärzten jeweils wieder durch Kaiserschnitt geboren. Alles Gute für Ihre Schwester.

  2. Guten Tag, ich habe bereits leider 4 Kinder mit sectio geboren und bin aktuell mit dem 5ten Kind schwanger , wie bei den letzten beiden Kindern wollte ich spontan gebären , jedoch hat man es mir damals 2004/2008 nicht ermöglichen wollen. Kennen Sie oder haben sie von fällen gehört nach 4secrio , das eine Frau spontan entbunden hat ? Nach meinem letzten Kaiserschnitt meinte der Arzt , die Gebärmutter sah sehr gut aus , das Kind war sehr zierlich und sie hätte ich auch normal bekommen können, das hat mich im Nachhinein sehr traurig gemacht.

    1. Hallo Tina, vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe von einer Frau gehört, die nach drei Kaiserschnitten spontan geboren hat und von einer Frau nach 4 Kaiserschnitten und einmal nach 5 Kaiserschnitten. Auf Facebook gibt es eine Gruppe, wo sich sehr viele Frauen im Zustand nach Kaiserschnitt austauschen, auch zu Kliniken, die spezielle Fälle bereits unterstützt haben. Dort haben wir auch sehr viele hilfreiche Dateien. Vielleicht möchten Sie in der Gruppe einmal vorbei schauen. Sonst schreiben Sie mir doch eine Mail an info@geburt-nach-kaiserschnitt.de. Je nach dem, wo sie wohnen, gibts es vielleicht Kliniken, die sich zumindest sehr bemühen, Frauen mit speziellen Voraussetzungen zu begleiten.

      1. Vielen lieben Dank für die Antwort, ich habe ein Krankenhaus in Aussicht, das gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, mich beschäftigt diese Frage sehr, laut Oberärztin soll ich mich in der 30 ssw bei ihr mit allen op berichten die ich habe, vorstellen . Ich hoffe das mein Zustand und der Zustand des Babys, eine natürliche Geburt zulassen. Lg Tina

      2. Hallo liebe Ute, hast du auch von einem Fall gehört, bei dem nach drei Kaiserschnitten Zwillinge vaginal geboren wurden?
        Ich suche momentan nach Unterstützung in meinem Vorhaben, eine natürliche Geburt zu versuchen. Es ist mehr als frustrierend, von allen Seiten nur Negatives zu hören, ja sogar als „Verrückte“ abgestempelt zu werden. Danke dir für deine Arbeit, den Mut den du allen Frauen machst und alle Informationen, die du bereitstellst ❤️?

        1. Liebe Katharina, leider habe ich davon noch nicht gehört. Aber es gibt nichts, was es nicht gibt. Bist Du auf Facebook und hast Lust dort in die Gruppe Natürlich gebären nach Kaiserschnitt VBAC/TOLAC zu kommen? Dort bekommst Du sicherlich viel Unterstützung. Alles Liebe für Dich.

  3. Liebe Frau Taschner,
    ich habe im März 17 bei 30+2 per Notsectio entbunden. Dabei ist meine Gebärmutter zum T aufgerissen. Ich hatte bei 28+6 einen vorzeitigen Blasensprung, Ursache letzendlich ungeklärt. Es wurden wenige Keime gefunden. Ich hatte 09’08 eine Konisation.
    Leider finde ich keine zuverlässigen Zahlen zum Rupturrisiko… Würden Sie an meiner Stelle eine natürliche Geburt versuchen? Wie lange sollte ich mit einer erneuten Schwangerschaft warten? Danke und viele Grüße

    1. Liebe Nora, danke für Deine Nachricht. Ein Abstand von zwei bis drei Jahren zwischen den Schwangerschaften ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt des RupturRisikos sinnvoll, sondern auch, damit sich der Körper der Mutter gut erholen und alle Reserven wieder auffüllen kann. Kommt das nächste Kind jedoch früher, ist das in der Regel auch kein Beinbruch. Zur Planung der nächsten Geburt sollten Sie eine Geburtsklinik aufsuchen, die mit Geburten nach Kaiserschnitt(en) viel Erfahrung und gute Ergebnisse vorzuweisen hat. Dort können Sie einen Gesprächstermin vereinbaren und möglichst auch den OP Bericht mitbringen. Dann kann gemeinsam geschaut werden, welcher Geburtsmodus in Frage kommt.

  4. Hallo,
    Ich hatte vor 1,5 Jahren eine Not-sectio aufgrund Querlage mit T-Schnitt.
    Mir wurde nahe gelegt das nächste Kind wieder per Kaiserschnitt holen zu lassen… Was ist ihre Meinung?
    Was sagt mir die Kontrolle der Narbe genau?
    Welches Risiko besteht bei einer spontanen Geburt?
    Vielen Dank und liebe Grüße

    1. Liebe Katja, herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ein T-Schnitt kommt leider immer mal wieder vor. Eine aktuelle deutsche Leitlinie gibt es gerade nicht, sie soll im Sommer 2018 erscheinen. Die englische Leitlinie sieht den T-Schnitt als relative Kontraindikation zur natürlichen Geburt nach Kaiserschnitt und sagt, dass ein erfahrener Geburtshelfer die Situation beurteilen soll. Genau dazu würde ich auch raten. Es steht einer Mutter ja frei, sich eine Zweit oder Drittmeinung einzuholen. Vielleicht ist es gar nicht verkehrt, dies auch bereits vor einer erneuten Schwangerschaft zu tun und zunächst mal die grundsätzliche Bereitschaft zu erfragen, eine Geburt im Zustand nach einem T-Schnitt zu begleiten. Das muss aber immer vor Ort und von Fall zu Fall entschieden werden.

  5. Hallo!
    Ich hatte vor 6 Wochen starke innere Blutungen und wurde in der 13. SSW notoperiert. Dabei wurde festgestellt, das ich einen Riss in der Gebärmutter habe. Bei der ersten OP mussten Sie leider mein Baby, was vorher gesund war, herausnehmen.Ich bekam drei Blutkonserven und es war wirklich fünf vor zwölf für mich. Sechs Stunden später musste ich erneut operiert werden weil die Blutung nicht aufhörte ( die ganze Gebärmutter hat geblutet, daher muss ich nochmal zum Gerinnungsarzt). Dies ist meine dritte SSW die erste war 2012 Kaiserschnitt, da 10 Tage drüber, die zweite 2015 Einleitung und normal
    entbunden jedoch 1,5 Liter Blutverlust sowie eine Woche später Ausscharbung aufgrund Plazentaresten. Meine Frage an Sie, wie kann es sein das ich in der 13.Ssw eine Ruptur bekommen habe? Die Ärze waren ratlos warum die Plazenta durchgebrochen ist. Ich war in der 11. SSW beim physio und der hat einmal mein Bein so ruckartig nach unten gezogen, kann das dazu geführt haben. Ich suche nach einem
    Grund! Sie sagten auch ich sollte auf keinen Fall mehr schwanger werden. Ich bin so traurig, sollte ich es wirklich nicht wieder versuchen? Ich bin so verzweifelt. Danke und lieben Gruss

    1. Liebe Rabea,
      Es tut mir leid zu lesen, was Du in Deinen letzten beiden Schwangerschaften durchgemacht hast. Es wäre interessant zu wissen, wo in den beiden Schwangerschaften jeweils die Plazenta gelegen hat.
      Hattest Du in der 2. Schwangerschaft eine Vorderwandplazenta? Dann kann es sein, dass sie im Bereich der Narbe angehaftet ist und sich deshalb Teile nicht gelöst haben.
      In der letzten Schwangerschaft erklärt sich, was Du schreibst dadurch, dass sich die Schwangerschaft in der Narbe eingenistet haben könnte. Beide Komplikationen kommen nach einem Kaiserschnitt vor und genau dies ist der Grund, warum es so wichtig ist, einen Kaiserschnitt nur dann durchzuführen, wenn dafür eine glasklare, gewichtige medizinische Indikation vorliegt.
      Was eine weitere Schwangerschaft betrifft: ich würde mir dazu eine Zweit- oder Drittmeinung einholen und vor allem genau kontrollieren lassen, wie die Narbe jetzt nach der Op verheilt ist. Stelle Dich bei erfahrenen Geburtshelfern vor, möglichst in einer Uniklinik. Die Komplikationen, die Du erlebt hast sind zum Glück selten, nehmen aber durch die steigende Zahl der Mütter im Zustand nach einem Kaiserschnitt zu. Und gerade in größeren geburtshilflichen Zentren sollten die Ärzte damit zunehmend Erfahrungen haben.

      1. Liebe Ute, vielen Dank für deine Antwort, ja das kann ich gerne machen Wo und was soll ich denn schreiben? Ja dann werde ich mich wohl noch einmal in der MHH vorstellen vielleicht können die mir weiterhelfen. Mein Wunsch nach einem dritten Kind ist so groß dass ich es eigentlich nicht aufgeben möchte, obwohl ich eigentlich nicht riskieren möchte noch einmal so ein Trauma zu erleben. Denn das Risiko ist schon sehr hoch daran zu sterben, für mich war es 5 vor 12 Uhr, sonst hätte ich nicht 5 Tage auf der Intensivstation gelegen. Und selbst wenn man nicht daran stirbt dann kann es viele Komplikationen geben wie zum Beispiel Nierenversagen o.ä.
        Wie gesagt ich schlafe schreibe gerne etwas in deinen Blog.

        1. Liebe Rabea, ich kann Deinen Kinderwunsch sehr gut nachvollziehen. Wie hoch das Wiederholungsrisiko ist, kann ich Dir nicht sagen. Ich würde das auch, genau wie Du, sehr, sehr ernst nehmen und kein Risiko eingehen.
          Ich kann mir aber vorstellen, dass man eine Schwangerschaft, die sich in der Narbe eingenistet hat, sehr früh erkennen und geeignet darauf reagieren kann.
          All das können Dir die Ärzte an einer Uniklinik sicherlich sagen.
          Deinen Bericht würde ich sehr gerne auf meinem Blog veröffentlichen wollen. Schau Dir gerne die Geburtsberichte der anderen Mütter an. Du kannst frei von der Leber weg schreiben. Wichtig wäre, dass Du alle Schwangerschaften und Geburten erwähnst und kurz schreibst, warum der 1. Kaiserschnitt bei Dir durchgeführt wurde. Schau einfach, ob Dir das Format zusagt. herzlich Ute

  6. Hallo!
    Ich hatte vor 3 Jahren meinen ersten Kaiserschnitt, wegen Beckenendlage. Und vor einem Jahr meinen zweiten Kaiserschnitt. Diesmal ein Notkaiserschnitt. Es wurde eingeleitet, da ich über Zeit war. Als die Geburt trotz starker Wehen nicht voran ging bekam ich einen Wehentropf und dann kam es zur Uterusruptur. Mein Baby konnte in letzter Sekunde noch gerettet werden, lag dann aber erstmal auf der Intensivstation. Der Oberarzt meinte, dass sich die Plazenta vermutlich vorzeitig gelöst hat und die Geburt deshalb nicht voran ging. Meine alte Kaiserschnittnarbe sei T-förmig gerissen und ich habe 1,5 Liter Blut verloren meinte er. Als ich gefragt habe, ob ich trotz der Ruptur irgendwann nochmal schwanger werden darf sagte er, dies sei durchaus noch möglich.
    Ich bin trotzdem verunsichert und weiß nicht so recht, ob eine dritte Schwangerschaft zu gefährlich wäre?
    Wenn ich jetzt noch 2,5 bis 3 Jahre bis zur nächsten Schwangerschaft warte, wäre das Risiko für eine erneute Ruptur dann geringer, weil die Narbe mehr Zeit hatte um zu heilen? Ich hatte nach dem zweiten Kaiserschnitt nämlich eine Wundheilungsstörung, die bis 8 Monate nach der Geburt angehalten hat.

  7. Hallo. Ich hatte vor 8 Monaten einen Not ks, weil trotz einleiten der Muttermund nicht aufgegangen ist und es dem Baby nicht mehr gut ging. Jetzt habe ich heute einen Schwangerschaftstest gemacht der positiv ausgefallen ist. Mein Mann und ich wünschen und zwar noch ein Kind wollten aber 1 Jahr warten. Weil jeder gesagt hat das man mindestens 1 Jahr warten muss. Jetzt ist es trotz Verhütung passiert. Mein Frauenarzt hat mich bei der Nachkontrolle damals sehr Hasch darauf hingewiesen dass wenn ich zu früh schwanger werde der Uterus eine Ruptur haben würde. Jetzt habe ich natürlich voll die Panik. Ich wollte beim 2 eigentlich normal endbinden, aber jetzt habe ich Angst das ich monatelang im KH liegen muss weil mir die Narbe reißen könnte. Weil meine KS Narbe ist außen zwar verheilt aber noch so leicht rötlich und etwas dick. Können sie mir einen Tipp geben was ich jetzt machen soll? Weil ich habe jetzt etwas Angst das etwas passieren könnte und mein Kind dann Halbweise wird.

    1. Hallo Alice, lieben Dank für diesen Kommentar.

      Uterusrupturen sind extrem seltene Ereignisse, auch dann, wenn die Mutter zuvor einen Kaiserschnitt hatte.
      Noch viel, viel, viel seltener verstirbt eine Mutter an den Folgen einer Ruptur.

      Wenn der Abstand zwischen den Geburten größer als ein Jahr ist, ist das Risiko lt. aktuell verfügbarer Leitlinien der engl. und amerikanischen Fachgesellschaften der Gynäkologen und Geburtshelfer nicht erhöht.

      Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Wenn Sie sich auf die nächste Geburt vorbereiten wollen, empfehle ich Ihnen sich genau zu belesen und alle verfügbaren Informationen einzuholen und falls sie Facebook aktiv sind, auch in die Gruppe „natürlich und selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt (VBAC)“ zu kommen.

      herzlich Ute

  8. Guten Tag, ich bin in der 7. SSW und hatte heute den ersten Gyn. Termin. Bei Zustand nach 3 Sectio’s stellte die Gyn. im Sono fest, dass der Embryo sich ziemlich weit unten im Uterus eingenistet hat. Auch liegt er mit ca. 2 cm über der Sectio Narbe nicht günstig. Sie empfiehlt über einen Abbruch nachzudenken. Sonst ist alles in Ordnung und dem Alter entsprechend angelegt. Auch HA können nachgewiesen werden. Wir sind sehr verunsichert was wir tun sollen. Über eine Antwort freuen wir uns sehr… Viele Grüße, Sabine

    1. Liebe Sabine, lieben Dank für Deinen Kommentar. Es tut mir leid zu lesen, dass Du nun so in Sorge bist, weil sich Dein Baby in dieser Schwangerschaft in der Nähe der Narbe eingenistet hat.

      Deine Schwangerschaft ist ja noch sehr jung.

      Meine Idee dazu wäre, zunächst einmal ruhig zu bleiben und sich eine Zweitmeinung einzuholen. Möglicherweise kann abgewartet werden, wie sich alles entwickelt. Anscheinend ist ja bislang noch alles in Ordnung. Ich wünsche Dir alles Gute für diese Schwangerschaft und drücke die Daumen für einen positiven Verlauf.

      1. Liebe Ute,

        vielen Dank für deine Antwort. Wir haben einen Termin beim Chefarzt der Klinik in der wir entbinden. Ich hoffe das alles gut wird. Liebe Grüße Sabine und Daniel

  9. Hallo, ich hatte bisher 2 ungeplante Kaiserschnitte wegen Geburtsstillstand. Nun, in der dritten Schwangerschaft war ich eigentlich sehr davon überzeugt, es unbedingt ein drittes Mal spontan versuchen zu wollen. Eigentlich sieht auch alles gut aus, trotzdem bekomme ich allmählich Schiss vor einer Ruptur.
    Können sie mir irgendetwas Aufbauendes sagen? Der zweite Kaiserschnitt ist übrigens 6 Jahre vergangen. Ist meine Angst berechtigt oder eher irrational? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Narbenruptur nach 2 KS??

    Viele Grüße

  10. Liebe Frau Taschner,

    ich hatte vor 3 Monaten eine Notsectio (unnötig, selbst Ärztin, zuständiger Arzt hat mir die Geburt vermasselt).

    Ich verspüre nun den großen Wunsch erneut schwanger zu werden.

    Wenn ich Sie richtig lese wäre das Rupturrisiko dann durch 1 Jahr Abstand zwischen den Geburten bereits ’normal‘ (heile gut) und eine Klinik sollte einer spontanen Geburt per se nichts entgegen zu setzen haben?!

    Danke für Ihre Rückmeldung und Ihren tollen Blog!
    LB

    1. Liebe Frau Behrendsen, ja so steht es in der aktuellen US amerikanischen Leitlinie. Vielleicht hilft eine gute mentale Vorbereitung auf die nächste Geburt auch ein wenig bei der Versöhnung mit dem letzten Kaiserschnitt. Ich empfehle allen Frauen, die ich persönlich begleite oder die bei mir in den Online-Kursen sind, sich mit der vorherigen Geburt zu beschäftigen und sich mit dem, was passiert ist, zu versöhnen, auch wenn das zunächst einmal unmöglich klingen mag. Herzlich, Ute Taschner

  11. Liebe Frau Taschner,

    ich hatte 2011, nach Einleitung wegen Nierenstau, in der 39. SSW eine Saugglocken-Geburt (ohne DS), mit Riss 4. Grades. Zudem erfolgte nach der Geburt eine starke Blutung. Es musste eine manuelle Lösung der Plazenta erfolgen. Ich bekam in diesem Zuge zwei Blutkonserven.

    Obwohl alles soweit gut verheilt ist und ich zum Glück keine Folgeschäden davon getragen habe, würde mir 2014 ein KS nahe gelegt, um Gefahr eines aufreißen der inneren Narben und möglicher Stuhl-Inkontinenz zu vermeiden.

    Nun bin ich wieder schwanger und meine Hebamme meinte, mittlerweile sei sicherlich alles so gut verheilt das man wieder über eine spontane Geburt nachdenken können. Mein Mann sieht dies sehr skeptisch. Wie schätzen Sie dieses doppelte Ruppturrisiko nach Darmriß und KS ein?

    Vielen Dank!
    Beste Grüße
    Daniela

    1. Hallo Daniela, verstehe ich richtig, das sie einen Kaiserschnitt hatten und eine Geburt mit einem schweren Dammriss? Normalerweise hat ein Dammriss ja keine Auswirkung aus das Ruptur-Risiko. Insgesamt wäre es gut, wenn Sie sich mit ihren Geburts- und Op-Berichten bei ihrem Gynäkologen oder zum Geburtsplanungsgespräch in einer Klinik vorstellen würden. Dort kann man ihnen sicherlich die Risiken gut erläutern und dann können Sie auf Basis dieser Informationen eine Entscheidung treffen. Herzlich, Ute Taschner

  12. Liebe Ute,

    vor 22 Monaten hatte ich eine Uterusruptur bei 25+0 ohne vorherige Wehen. Meine GM ist an der Hinterwand gerissen, an einer Narbe nach Myomentfernung.

    Unser Sohn kam per Notsectio, ich fast verblutet. Leider verstarb unser Sohn nach 7 Tagen.

    2. SS (2018) verloren wir, vermutlich wegen psychischen Ängsten. Embryo war zeitgerecht entwickelt und keine Chromosomannomalien.

    Wir wünschen uns ein Baby, es ist ein inniger Wunsch, den man nicht einfach abschalten kann. Ein urtrieb sozusagen. An vielen Tagen kann ich nur noch daran denken, Mama werden zu wollen.

    Tief im innern glaube ich fest daran, dass meine GM es überstehen kann, habe aber sehr große Angst vor einer erneuten Ruptur. War in psychischer Behandlung wegen posttraumatischer Belastungsstörung.

    Aktueller Zustand: Längsnarbe an der GM-Rückwand und Längsnarbe an der GM-Vorderwand (Kaiserschnitt, längs, um die Überlebenschancen des Babys zu erhöhen).

    Myomenukleation 01/2016
    Kaiserschnitt u. Ruptur 02/2017
    Ausschabung 05/2018

    Ist es möglich, dass wir es ohne Ruptur bis zur 35.SSW schaffen?
    Was ist bzgl. der Plazentalage bei einer ermeuten SS zu beachten?
    Gibt es Medikamente, die man in der SS nehmen darf, die die Angst nehmen?

    1. Liebe Juls, vielen lieben Dank für Deine Frage. Als Mama kann ich total nachvollziehen, wie sehr Du Dir noch ein oder weitere Kinder wünschst. Als Medizinerin kann ich Dir leider nicht sagen, wie groß Deine Chancen sind, wie weit, ohne erneute Ruptur zu kommen. Das hängt ja von vielem ab und in die Zukunft kann ich leider nicht sehen. Auf die Lage der Plazenta hast Du keinen Einfluss. Angstlösende Medikamente, die in der Schwangerschaft ok sind, müsste Dir ein Arzt verschreiben, der Dir dann auch sagen kann, ob diese Mittel in der Schwangerschaft zugelassen sind. Es ist aber auch möglich, sich psychotherapeutisch begleiten zu lassen, um mit den Ängsten umgehen zu können.
      Insgesamt würde ich mir eine Zweitmeinung einholen, zur Frage, ob eine erneute Schwangerschaft für Dich und Deine Gebärmutter mit welchen Risiken in welcher ungefähren Höhe verbunden ist.

    2. Liebe Juls,

      ganz bestimmt hast du dein zweites Baby nicht aufgrund von psychischen Ängsten verloren. Bitte mach dir diesbezüglich keine Vorwürfe.

      Ich hatte nach einer tot geborenen (gesunden) Tochter noch zwei Schwangerschaften mit gesund geborenen Kindern, und du kannst dir sicher vorstellen, wie unendlich viel Angst ich um die beiden hatte. Diese Ängste schaden den Kindern ganz bestimmt nicht. Übrigens hatte ich drei Kaiserschnitte.

      Ich wünsche dir für deine nächste Schwangerschaft von Herzen alles Gute und möchte dir Mut machen.. Heike Wolter hat ein Buch Meine Folgeschwangerschaft geschrieben, ich glaube sie hatte auch einen Gebärmutterriss.

  13. Liebe Frau Taschner,

    ich würde gerne wissen, wie groß sie insgesamt das Risiko für einen Schwangerschaft nach drei Kaiserschnitten einschätzen.

    Meine erste Tochter wurde tot geboren, meine beiden weiteren Kinder etwas früher geholt. Alle drei habe ich mit Kaiserschnitt entbunden.

    Ist es ein zu großes Wagnis, noch einmal schwanger zu werden und einen vierten Kaiserschnitt anzustreben?

    Danke für Ihre Antwort…

    1. Lieben Katharina, es ist ganz schwierig, aus der Ferne etwas dazu zu sagen. Am Besten, Sie lassen sich da in der Klinik oder bei einem erfahrenen niedergelassenen Gynäkologen beraten. Alles Gute für Sie.

  14. Guten Abend,

    vor 2 Jahren hatte ich einen ungeplanten KS nachdem ich unseren Sohn 2 Wochen übertragen hatte. Ich war am Wehentropf und der Muttermund bei 9,5 cm. Dann haben die Wehen leider aufgehört und es musste ein KS gemacht werden.

    Vor 6 Monaten bei einer Routibekontrolle wurde eine Narbendehiszenz festgestellt. Sie ist trichterförmig gerissen. Die Naht wurde vor einer Woche über eine Gebärmutter- und Bauchspiegelung neu vernäht. Leider soll das umliegende Gewebe sehr dünn sein und der Arzt glaubt nicht, dass die neue Naht halten wird. Allerdings soll ein 2cm Zervikalanteil vorhanden sein und deswegen würde er nicht von einer weiteres Schwangerschaft abraten. In 6 Monaten kann er mir aber erst mehr sagen.
    Beim letzten Ultraschall konnte man leider sehen, dass die Naht immer noch trichterförmig gerissen ist allerdings weniger als vorher….ich bin total verunsichert und weiß einfach nicht wie es weitergeht. Diese Unsicherheit ist unerträglich 🙁
    Was würden Sie raten?
    Viele Grüße
    Roxy

    1. Liebe Roxy, ich kann dazu schlecht aus der Ferne etwas raten. Es ist sehr wichtig, sich bei ihrem Arzt wieder vorzustellen und wenn Sie sich immer noch unsicher sind, gerne eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt oder Ärztin einzuholen. Alles Gute für Dich.

  15. Guten Abend ,
    Ich habe 2 ks gehabt. Erste 2009 , zweite Geburt war spontan im 34 sw 2016 leider unsere Sohn kam auf der Welt mit fehlbildungen und nach eine Monat Stirb er. 2017 zweite ks 36+5 sw geplante Schnitt wegen Vasa praevia ( Blutgefäße vor dem Muttermund bei Placenta Bipartica), klein ganz gesund und fit. 2018 ich habe eine fehlgeburt im 9sw, habe ich geblutet fast 2 Monate, abortus incompletus, bei Klinik war fest gestellt Schwangerschaft in sectio narbe, wegen meine nidrige Hb werte Ärzte haben nicht mit MTX experimentieren sondern auf nächste Tag Saug kurratage unter laparoskopische Kontrolle durchgeführt. Wir haben uns gewunsch 3 Kindern zu haben , von 4 sind 2 mit uns geblieben. Meine sectionarbe ist jetzt 5mm dick. Meine Frage ist ob ist ausreichend eine schwangere bis zum mindestens 34 sw halten ?
    Vielen Lieben Dank für die Antwort.
    Aleksandra.

    1. Liebe Aleksandra, man kann im Vorfeld kaum sagen, ob eine Narbe hält oder nicht. Ich würde Dir empfehlen, Dich in der Klinik, die Dich bisher behandelt hat, vorzustellen, wenn Du gerne ein Beurteilung dazu haben möchtest. herzlich, Ute

  16. Hallo ich habe da mal eine frage mein 1 ks war am 2013 und mein 2ks war am 2014 und mein 3ks war am 2016 da lag ich dann noch 2h im op wo das Kind schon draussen war und die haben beim 3ks mein freund gefragt was möchten sie behalten wenn was schieff geht ihre freundin oder ihr Kind ein Glück es haben alle beide überlebt und nun bin ich in 5woche schwanger was sagt ihr behalten und ein 4ks wagen oder lieber nicht weil ich hane einfach angst das ich beim 4 kind drauf gehe und da wollte ich euch hier drin fragen habt ihr schon mal was gehört dad eine mama nach dem 4ks drauf gegangen ist ???

    1. Hallo liebe Sarah, interessant, das man Deinen Freund sowas gefragt hat. War das in Deutschland? Eventuell ist die Klinik in der Du gewesen bist, vielleicht dann nicht die richtige Ansprechpartnerin für Dich und eine Zweitmeinung würde sich lohnen. viel Erfolg, liebe Grüße

  17. Liebe Ute,
    wir erwarten im Juni unser zweites Kind. Die erste Geburt 2016 endete nach 24 Stunden im Kaiserschnitt, da sich der Muttermund nicht öffnen wollte. Trotzdem wünsche ich mir jetzt eine spontane selbstbestimmte Geburt. Meine Ärztin sieht darin auch kein Problem. Dass ich ins Geburtshaus gehen möchte,befürwortet sie allerdings nicht. Nun bin ich verunsichert, ob dieser Weg tatsächlich der richtige ist.
    Für den Fall,dass es vorher zu Komplikationen kommt,habe ich mich zusätzlich in einer anthroposophischen Klinik für die Geburt angemeldet. Auch dort spricht nichts gegen eine natürliche Geburt. Allerdings nur in einem ärztlich begleiteten Kreißsaal mit CTG-Überwachung und allem Pipapo. Auch das hat mich verunsichert. Ich möchte natürlich das Beste für unser Kind und kein Ridiko eingehen. Sollte ich dem Rat der Ärzte folgen und in die Klinik gehen oder den Versuch im Geburtshaus wagen?
    Herzliche Grüße

    1. Liebe Greta,
      die Wahl des Geburtsortes ist eine sehr individuelle Entscheidung. Einerseits hängt es von Deinem persönlichen Gefühl ab, wo Du Dich sicher und geborgen fühlst und wo Du glaubst, loslassen zu können. Auf der anderen Seite spielen auch medizinische Fragen, wie Vorerkrankungen und vorhandene Risiken eine Rolle. Daher gebe ich grundsätzlich keine Empfehlungen zum „richtigen“ Geburtsort.
      Es wäre vielleicht nicht schlecht, Zeit in Deine mentale Vorbereitung zu investieren, denn auch in vielen anderen Fragen rund um die Geburt kannst nur Du Dir die Antwort geben, nachdem Du Dich gut informiert hast.

    2. Hallo, ich hatte 3 spontane Geburten und die vierte wurde dann leider ein Not Kaiserschnitt bei dem ich viel Blut verloren habe. War auch beim vierten mal kurz vor der Entbindung. Muttermund 10cm offen aber die Herztöne der kleinen wurden auf einmal schlechter und deswegen der Not KS. Haben sie auch schon mal von dem Fall gehört das in diesem Fall noch eine spontane Entbindung möglich wäre? Mein Frauenarzt meinte es würde zu 98Prozent wieder ein KS werden. Dazu kommt noch das die dritte eine Stirnlage war und die Ärzte meinten diesmal wäre es wohl wieder eine geworden da die kleine so eigenartig drinnen gelegen ist. Wissen sie an was so etwas liegen kann?
      Liebe Grüße

      1. Liebe Greta,
        es tut mir leid zu lesen, dass Sie einen Notkaiserschnitt hatten. Normalerweise spricht nach einem Notkaiserschnitt nichts gegen eine natürliche Geburt. Erst recht, wenn Sie zuvor bereits natürlich geboren haben.
        Eventuell gibt es aber Begleitumstände, die einen weiteren Kaiserschnitt erforderlich machen könnten. Sollten Sie unsicher sein, fragen Sie doch ihren Arzt, warum er im Falle einer weiteren Schwangerschaft einen Kaiserschnitt als Geburtsmodus empfiehlt. Vielleicht gibt es Gründe dafür, die Ihnen derzeit nicht bekannt sind. Alles Liebe, Ute Taschner

  18. Liebe Ute,

    Ich habe bisher (nur) 1sekundäre sectio nach etwa 3stunden Wehen gehabt, da meine Tochter starke Herzabfälle unter den Wehen hatte. Das alles war ein ziemlich Traumatisches Erlebnis da sie mir nach der Geburt aufgrund eines sehr schweren Herzfehlers ( der bis dahin unbemerkt blieb) weggenommen wurde. Heute geht es Ihr gut und nun bin ich nach 1Jahr erneut Schwanger. Ich beschäftige mich oft ob ich es normal probieren kann/darf/soll oder lieber eine geplante Sectio?? Bin sehr verunsichert da auch meine Hebamme sagt ich soll nix riskieren und eine sectio machen. Vielleicht haben Sie einen Rat für mich? Möchte auch nicht das Risiko eingehen das während der geburt was passiert nur weil ich mein selbstwertgefühl aufpolieren will…
    Liebe grüße Kerstin

  19. Liebe Ute,

    Ich habe meine Tochter 2016 mit KS bekommen, 3 Monate später war ich wieder Schwanger mit Zwillingen (di_mono), die ich leider in der 20. Woche tot entbunden habe nach vorzeitigen Blasensprung und Va Amnioninfektionssyndrom. Es wurde noch eine Kurettage gemacht. 7 Monate später war ich wieder Schwanger und habe eine primäre Sectio in 38+6 gehabt. Es wurde eine gedeckte UR festgestellt, dierepariert wurde. Die Operateuren haben mich empfohlen mindestens 1 Jahr zu warten bis ich wieder Schwanger werde. Meine Frauenärztin ratet mich davon ab und ist der Meinung, dass ich keine Kinder mehr bekommen sollte. Ich bin jetzt fast 37 Jahre alt aber wir wünschen uns ein drittes Kind. Meinst du dass es eine weitere Schwangerschaft nicht bestehen sollte?

    LG,
    Ira

    1. Liebe Ira, herzlichen Dank für Deine Nachricht. In Deinem persönlichen Fall kann ich leider nichts raten. Allgemein kenne ich aber einige Mamas, die nach einer Ruptur wieder schwanger geworden sind. Hole Dir doch eine Zweitmeinung in einer guten Geburtsklinik, in der Du Dich wohl fühlst, ein. herzlich, Ute Taschner

  20. Hallo, ich habe zwei Kaiserschnitte hinter mir, den letzten vor 18 Monaten. Bei der Geburtsplanung zu meiner dritten Geburt habe ich jetzt auf eine natürliche Geburt bestanden. Leider war die Ärztin voll dagegen und ich musste „meinen tot und den Tod meines Kindes“ unterschreiben. Jetzt darf ich versuchen normal zu entbinden. Aber mit Einleitung, wahrscheinlich Wehentropf. Ich denke dass das schlecht für die Narbe ist. Deshalb habe ich den Termin soweit wie möglich nach hinten verlegt (SSW 39 +0), was auch schlimm war, und möchte versuchen die Geburt vorher selbst sanft anzustubsen (mit Zimt und Nelken Öl). Falls das nicht klappen sollte weiß ich noch nicht ob ich an dem vereinbarten Termin zum einleiten gehe oder doch einfach warte bis sich das Kind von selbst auf den weg macht und dann mich beim Kreissaal melde. Ich hoffe dass die Hebammen dort mehr Verständnis haben und nehme eine Person mit die meine Interessen unterstützt. Es ist schade dass man hier bei uns im Umkreis keine Unterstützung findet. Ich weiß dass in unserer Klinik ein Professor die vba2c bei einer Bekannten mal befürwortet hat, es ist aber leider nichts draus geworden. Die nächste Klinik die noch in Frage käme unterstützt das auch nicht.Ich möchte eigentlich nicht mit wehentropf eingeleitet werden. Was denken Sie über die Bauchmassage mit ätherischen Ölen? 

    1. Leider kenne ich mich mit den Wirkungen ätherischer Öle nicht aus und kann daher nicht sagen, ob sich damit die Geburt anstoßen ließe.
      Vielleicht käme noch die Begleitung durch eine Klinik in Frage, die etwas weiter weg ist?

  21. Hallo, ich habe eine Frage ich habe 4 Kaiserschnitte hinter mir den letzten im August 2018. Ich möchte unbedingt noch ein Kind, die Ärztin die den Kaiserschnitt durchgeführt hat sagte ich sollte kein weiteres Kind bekommen aber ich muss dazu sagen das sagten sie auch nach den 3. Was sagen Sie dazu könnte ich noch ein Baby bekommen…

  22. Guten Abend!
    Hatte bei meiner Tochter vor drei Jahren einen Kaiserschnitt (aus Angst sie sei zu klein, was aber nicht stimmte)
    Ich möchte nun in ca 3 Monaten natürlich entbinden, Kind wächst diesmal der Woche entsprechend
    Nun hat der Arzt heute die Narbe vermessen und meinte sie sei links nur 2 mm dick und damit zu dünn für eine normale Geburt!
    Ich Wille daher unbedingt wenigstens versuchen, er meinte sofort dass das nicht geht da das Risiko zu hoch ist dass Kind und ich verbluten!
    Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll

      1. Ja habe am Montag einen Termin in der Klinik in der mein erstes Kind geboren wurde. Ich habe aber Angst dass ich auch dort nicht gehört werde. Wir wohnen am Land und bei uns gibt es leider nicht viele Möglichkeiten! Kann mich denn jemand zum Kaiserschnitt zwingen wenn es nur um die narbendicke geht? Ich finde es so schlimm dass mich der Arzt dazu zwingen will und mir mit aussagen („sie werden verbluten“ Angst machen will, was ihm ja auch gelingt!
        Lese gerade ihr Buch und in Anbetracht dessen was ich da lese dürfte es ja überhaupt kein Problem sein, da ich bis auf die narbendicke (wo es ja eh keine Standards dazu gibt) alle Kriterien für eine vbac erfülle!
        Außerdem hat vor zwei Wochen die narbendicke noch gepasst, (könnte das sein dass der Tonus des Uterus ein anderer war?!?)
        Und in Anbetracht der Tatsache dass meine Tochter vor Geburt auf maximal1600g geschätzt wurde und dann aber 2300g wog, traue ich diesen Messungen nicht unbedingt!
        Ich fühle mich so ohnmächtig und unverstanden….
        Ich hoffe dass diese Klinik in mein Vorhaben unterstützen wird da ich sonst nicht weiß was ich tun soll

        1. Liebe Petra, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Deine Situation nicht einfach ist. Was wäre Dir noch möglich? Welchen Weg kannst Du Dir ausserdem vorstellen?
          Wäre mentale Geburtsvorbereitung um auf alles, was auf Dich zukommt, vorbereitet zu sein, ein möglicher Weg für Dich? Alles Liebe und viel Kraft für Dich. Deine Ute

    1. Hallo Petra,

      mir geht es ähnlich. Ich hatte heute das Geburtsgespräch und es war ernüchternd. Ich möchte eine VBAC nach hohem Geradstand, aber die Ärzte sprechen nur vom schwarz „Tod von Mutter und Kind“ – ein Grau gibt es nicht oder gar, dass alles normal läuft. Vermessen wurden bei mir nun in der 33. Woche knapp über 2mm. Zum einen berufen die Ärzte sich darauf, dass eine Narbenmessung nicht aussagekräftig sei, nehmen diese aber als Hauptargument für den geplanten Kaiserschnitt. Ich wurde heute massiv unter Druck gesetzt, persönlich angegriffen uvm. nur weil ich nicht überzeugt bin, dass ich einen KS brauche. Es gibt zahlreiche amerikanische Studien, die belegen, dass dass bei einer Narbendicke von bspw. 2mm eine natürliche Geburt versucht werden kann.

      Wie geht/ging es bei dir jetzt weiter? Ich plane mir eine 2. oder 3. Meinung einzuholen und eine Klinik zu finden, die mich nach meinen Wünschen begleitet.

      Viele Grüße und alles Gute!

  23. Liebe Ute,
    ich hatte 2 ungeplante Kaiserschnitte wegen Geburtsstillstand.
    Unter dem 2. Kaiserschnitt wurde eine gedeckte Ruptur (nach Einleitung und Wehentropf) festgestellt.
    Die Ärztin die die OP mit durchgeführt hat, hat mir zuerst von einer weiteren Schwangerschaft abgeraten und dann etwas später gemeint, ich solle aber bitte mindestens 2 Jahre bis zu einer erneuten Schwangerschaft warten.
    Meine damalige Gynäkologin hat mir dann aber direkt eine Sterilisation empfohlen, woraufhin ich mir eine zweite Meinung eingeholt habe.
    Diese Ärztin meint, dass die Narbe zwar etwas groß ist aber gut aussieht und einem 3. Kind nichts im Wege steht.
    Wegen der negativen Äußerungen der ersten beiden Ärzte, hab ich jetzt aber trotzdem irgendwie Angst mich an ein 3. Kind zu wagen.
    An welche Klinik oder Arzt soll ich mich am besten noch wenden? Von einer natürlichen Geburt wage ich schon gar nicht mehr zu träumen…
    Herzlichen Dank,
    Sarah

  24. Guten Tag

    Ich habe vor 18Monaten meine erste Tochter per Kaiserschnitt entbunden. Leider haben meine FA und ich aus dem spärlichen Geburtsbericht kaum entnehmen können wieso die ärzte dafür entschieden haben. Ich hatte einen Wehensturm gleich zu Beginn der Geburt und da selbst Wehenhemmer nicht richtig halfen sind sich die ärzte anscheinend zu undicher geworden und eine sectio angeordnet. Das war immer mein schlimmster alptraum … Kaiserschnitt… Die ärzte haben mir und meinem Mann das damals aber als sehr notwendig verkauft da das ungeborene in gefahr wäre, klar das man dann als eltern nicht nein sagt wer will schon das leben des kindes riskieren. Nun erwarte ich in etwa 2Monaten meine 2te Tochter und weiß leider immer noch nicht sicher ob ich spontan entbinden möchte oder geplanter Kaiserschnitt… Mein FA sagt ja jede Ss und jede Geburt sind anders was auch heisen kann das ich diesmal keinen wehensturm habe… Allerdings hat mein Mann große sorge wegen der Narbenrupturgefahr und überträgt diese auch ein wenig auf mich. Ich würde aber so gerne eine weitere OP vermeiden. Haben Sie einen Rat für mich??? ich wäre Ihnen unglaublich dankbar

    1. Liebe Frau S., herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Ich kann die Sorge ihres Mannes sehr gut verstehen. Schließlich wollen unsere Männer nur das Beste und Sicherste für uns Frauen.
      Um die Gründe für den Kaiserschnitt nachvollziehen zu können, hilft es, sich eine Kopie der Krankenakte zu besorgen und vor allem das Kreissaalprotokoll. Dort sollte gut nachvollziehbar sein, wie es zum Kaiserschnitt gekommen ist.
      Manchmal spiegeln uns unsere Männer auch unsere eigenen unbewussten Ängste. Fachlich scheint mir, sind sie bei ihrem Arzt sicherlich gut aufgehoben und vielleicht hilft es Ihrem Mann, wenn er Ihrem Gynäkologen seine Bedenken schildern kann.
      Ansonsten ist die mentale Geburtsvorbereitung oder HypnoBirthing eine gute Methode sich mit den eigenen Ängsten und Sorgen zu beschäftigen und einen für Sie passenden Weg für die nächste Geburt zu finden. Schauen Sie dazu auch gerne auf meiner Seite unter Onlinekurse oder schreiben Sie mir an info@geburt-nach-kaiserschnitt.de. Dann können wir darüber sprechen, welche Möglichkeiten der Vorbereitung auf die nächste Geburt bestehen.
      herzliche Grüße, Ute Taschner

  25. Liebe Ute,

    Bin gerade über deine Seite gestolpert, weil ich gerade versuche ein Infos für mich zusammen zu tragen.
    Vor 5 Wochen hatte ich eine Notsectio mit Längsschnitt aufgrund IUGR, pathologischem Doppler (nabelschnur und Bauchvene) und schlechtem ctg. Unser Kind wog bei 25+1 nur 300g und ist auch 2h nach der Geburt verstorben.
    Entsprechend groß und dringend ist nun natürlich unser Wunsch wieder zu starten.
    Die Uniklinik, in der ich entbunden hatte, hat uns Minimum 1 Jahr, lieber 2 empfohlen und zwar durch die Bank sowohl Ärzte als auch Hebammen. Und auf jeden Fall müsste es ein Kaiserschnitt bei 35+0-37+0 sein.
    Zuhause bei der Nachsorge durch meine Hebamme meinte diese… ist zwar Klinikempfehlung, aber macht weiter, sobald ihr bereit seid.
    Bei der Nachsorge bei meinem Frauenarzt (der auch gleichzeitig stellv. Chefarzt der Gyn im regionalen KH ist und mir bisher immer fachlich kompetent und gut reflektiert erschien) meinte dieser… ob eine Narbe hält oder nicht hängt nicht unbedingt von ihrem „Alter“ ab. Die 1-2 Jahre seien einfach allgemeine Klinikempfehlung, er persönlich sueht das aber nicht so eng. Er kenne genügend frische und auch Jahre alte Narben, die dünn wären (aber gehalten haben) und auch viele frische Narben, die nach wenigen Monaten schon gut verheilt waren. Er sieht den längsschnitt zwar als überwachungsintensiv, aber nicht problematisch an. Seine Empfehlung daher… ab Frühjahr dürfen wir wieder starten (also ca halbes Jahr „Heilungszeit“). Er würde nur keinesfalls über Termin gehen und einen geplanten Kaiserschnitt machen. Wenn alles schick aussieht auch erst in der 39. Woche.
    Jetzt bin ich natürlich etwas verunsichert, wie lange wir nun warten sollen. Denn gefühlsmäßig würden wir gerne so schnell wie möglich wieder schwanger sein wollen. Allerdings möchte ich auch kein unnötig hohes Risiko eingehen, „nur“ weil ich ungeduldig bin.
    Daher die Frage… Wie sehen deine Erfahrungen dazu aus bzw. Wie würdest du uns raten? Haben wir nach nur einem halben Jahr ein übermäßig höheres Risiko als nach einem ganzen jahr Wartezeit?
    PS: Die op verlief Komplikationslos und ich war sehr schnell wieder auf den Beinen. Und natürlich ist klar, dass es wieder eine sectio werden muss, da sind sich alle einig. Ich habe damit meinen Frieden gemacht, Hauptsache wir können überhaupt noch ein (lebendes) Kind haben.
    Danke für eine kurze Einschätzung.
    Viele liebe Grüße
    Manuela

    1. Liebe Manu,

      herzlichen Dank für Dein Vertrauen, mir zu hier zu schreiben. Da ich nicht Deine gesamte Krankengeschichte kenne und hier unter einem Blogbeitrag auch wirklich keine Einschätzung geben kann und darf, empfehle ich Dir, wenn Du noch unsicher bist, eine ärztliche Zweitmeinung entweder in einer Klinik oder bei einem niedergelassenen Facharzt oder Fachärztin einzuholen.
      Grundsätzlich ist nach Absprachen und guter Begleitung und wenn Frau das möchte und gemeinsam mit ihren Ärzten und/oder Hebammen bereit ist, die Verantwortung zu tragen, oft viel mehr möglich, als man denkt. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute, herzlich, Ute Taschner

    2. Liebe Manuela, ich kann leider überhaupt keine medizinischen Einschätzungen abgeben. Da empfehle ich immer, eine Zweitmeinung bei ärztlichen Kollegen vor Ort einzuholen, die auch alle Befunde kenne und Sie untersuchen können.
      Normalerweise sagt man, eine Narbe benötigt Minimum 3 Monate um gut zu heilen. Etwas länger zu warten, ist sicherlich auch kein Fehler. Herzlich, Ute

  26. Guten Abend. Ich habe Ihr Buch gelesen und schon einiges im Internet recherchiert. Zu meiner Geschichte: vor 9 Monaten habe ich einer wundervollen Tochter das Leben geschenkt. Da ich bereits 40 Jahre alt werde wollen mein Mann und ich bald Nummer 2 angehen.
    Die Geburt der Kleinen war als natürliche Geburt im Hebammenkreissaal geplant. Trotz Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck gegen Ende sah es gut aus. Wir waren fast 1 Woche über Termin als ein Blasenriss festgestellt wurde. Damit hatte sich der Hebammenkreissaal erledigt da ich dann eingeleitet wurde. Als dann die Fruchtblase platzte nach der 2. Gabe des Gels bekam ich einen Wehensturm der mir alles abverlangte. Eine PDA linderte zwar die Schmerzen, jedoch öffnete sich der Muttermund nicht weiter als 8 cm und ein Rand des Gebärmutterhalses blieb stehen. Trotz Wehentropf passierte nichts. Die Maus wollte nicht rutschen. Nach 2 Stunden ohne Fortschritte und insgesamt 14 Stunden im Kreißsaal hatte ich Angst um mein Kind und entschied zusammen mit den Ärzten, Hebamme und meinem Mann dass die Kleine per KS geholt werden soll. Innerhalb kurzer Zeit waren wir im OP und der KS wurde gemacht. Laut Verantwortlicher Ärztin war ausser einmal die Nabelschnur um den Hals kein Grund erkennbar warum die kleine nicht rutschen wollte. Plazenta war auch unauffällig. Vermutung war dass der ganze Genurtsvorgang zu viel war. Zumal ich auch fix und fertig von dem Wehensturm war.
    Mein nächstes Kind würde ich gerne im Hebammenkreissaal entbinden. Meine Ärztin gab mir ab 10 Monaten nach KS grünes Licht. Denken sie eine natürliche, interventionsfreie Geburt wäre möglich?

    Ich litt nicht wirklich unter der Entscheidung da ich sie zum Wohl der Kleinen getroffen habe. Manchmal denke ich vllt war ich zu wehleidig. Aber die Wehen kamen von 0 auf 100 ohne eine Verschnaufpause. Ich war am Ende. Und da die Blase geplatzt war wusste ich nicht wie lange das für die Kleine gefahrlos gewesen wäre. Alle haben mir gesagt die Entscheidung war korrekt. Dennoch ist da dieses Gefühl im Hintergrund versagt zu haben und nun in der Schleife des Kaiserschnittes gefangen zu sein für die nächste Geburt.

    Liebe Grüße

    1. Liebe Marion,
      herzlichen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Frage. Grundsätzlich gibt es viele Mütter die mit einer ähnlichen Vorgeschichte wie ihrer das nächste Kind auf dem natürlichen Weg geboren haben. Wichtig wäre es aus meiner Sicht, den vorherigen Kaiserschnitt wirklich verarbeitet zu haben und sich wirklich umfassend und gut auf die nächste Geburt vorzubereiten. Dazu gehört auch, sich selbst zu kennen und zu verstehen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Menschen an ihrer Seite sie gebären möchten.
      Ich biete eine solche Vorbereitung auch an, jedoch keine medizische Beratung. Mein Angebot geht eher in Richtung Coaching. Schreiben Sie mir gerne an info@geburt-nach-kaiserschnitt.de

  27. Liebe Ute,

    mich beschäftigt aktuell die Frage nach einem 3. Kind, dabei bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Zur Vorgeschichte: 2014 hatte ich einen Kaiserschnitt nach Blasensprung, Einleitung,… und als dann laut Ärzten nichts mehr weiter ging einen Kaiserschnitt. 2016 hatte ich einen Notkaiserschnitt, da die Ärzte Angst ums Kind hatten (schlechte Herztöne). Leider wurde mir im Nachhinein gesagt, dass 2016 ein KS mit T-Schnitt gemacht wurde und ich bei einem dritten Kind auf jeden Fall einen geplanten KS machen muss. Der geplante KS ist für mich in Ordnung. Mich beschäftigt eher die Frage, wie riskant eine 3. Schwangerschaft nach KS und KS mit T-Schnitt ist. (Der KS mit T-Schnitt ist mittlerweile 3,5 Jahre her.) Wie hoch ist die Gefahr für mich (Mutter) und für das Kind bei einem geplanten KS? Gibt es erhöhte Risiken in der Schwangerschaft? Gibt es hierfür irgendwelche Studien / Zahlen?

    Vielen Dank schon mal

    1. Liebe Berni, herzlichen Dank für Deine Nachricht.
      zu einer Schwangerschaft nach einem T-Schnitt und den damit verbundenen Risiken gibt es meines Wissens keine Daten. Zu einer natürlichen Geburt nach T-Schnitt gibt es Aussagen in einer englischen Leitlinie, Green Top Guideline Nr. 45 in englischer Sprache. Dort steht, ein erfahrener Facharzt sollte die Situation beurteilen und die Studienlage reiche nicht aus, um mit Sicherheit zu sagen, es sei sicher. Ich kenne allerdings Mütter, die nach einem T-Schnitt unauffällige Schwangerschaften und Geburten erlebt haben. Auf Facebook gibt es eine Müttergruppe „Natürlich gebären nach Kaiserschnitt VBAC/TOLAC“ in der Mütter sich untereinander austauschen und die ich wegen der super guten Moderation sehr empfehlen kann. Dort könnten Sie möglicherweise noch einige Erfahrungsberichte erhalten, denn T-Schnitte sind gar nicht so selten.

  28. Gute Abend

    Meinen ersten Sohn habe uch zeitgerecht bei einer Hausgeburt entbunden. 2014
    Meun zweiter Sohn kam per Notkaiserschnitt in der 32. SSW zur Welt und starb gleich nach der Geburt. 2016
    Meine Tochter kam in der 33 SSW auch per Notkaiserschnitt zur Welt wobei ich viel zuviel Fruchtwasser hate und während des Kaiserschnitt die Gebärmutter kurz bevor man sie aufschnwiden wollte gerissen ist.
    Leider ist meine Tochter nach fast vier Montate verstorben 2019

    Nun meine Frage kann ich nochmal eib Kind bekommen?

    Lg

    1. Liebe Sabina, es tut mir unfassbar leid zu lesen, was sie erlebt haben. Aus der Ferne kann ich leider nicht beurteilen, ob es Ihnen möglich ist, nochmal schwanger zu werden und diese Schwangerschaft auszutragen. Ich würde mich an Ihrer Stelle an ihren niedergelassenen Arzt wenden oder mich in einer Klinik vorstellen, die Erfahrung damit hat, wie es nach einem Riss in der Gebärmutter weiter gehen kann. viele liebe Grüße und Alles Gute, Ute Taschner

  29. Guten Abend
    Ich hatte 3 KS. Erstes Mal 2005 am 42. SSW nach Einleitung ohne genügende Gebärmutterhalserweiterung. Dann 2007 am 42. SSW ohne etwas Wehen. Drittes Mal 2011 geplant am 38. SSW, es war gemacht weil meine Ärzte schätzten das Baby auf mehr als 4 kg an Gewicht, aber er war nur 3 kg. Die drei SS waren bis Ende in Ordnung, habe ich jetzt 3 schöne Kinder. Ich bin jetzt 42, und vor 6 Monaten habe ich eine Laparoskopie wegen Eierstockzysten (Endometriose) gehabt. Jetzt möchten wir ein viertes Baby. Wie meinen Sie, ist ez nicht zu gefährlich?

    1. Liebe Ildiko,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Ich kenne einige Mütter, die nach 3 Kaiserschnitten und mit über 40 Jahren noch einmal schwanger geworden sind. Wie es aus medizinischer Sicht aussieht, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Das müssten Sie bitte ihren niedergelassenen Arzt oder die Ärzte in der Klinik fragen, die sie dort kennen. Viel Erfolg und Alles Liebe, Ute Taschner

  30. Hallo!
    Wie oft kommt eine Uterusfraktur ohne vorhergegangenen Kaiserschnitt vor? Und kann man einer erneuten Fraktur entgegen wirken bei erneuter Schwangerschaft?
    Liebe Grüße

  31. Guten Tag,

    Ich habe meine erste Tochter am Tag nach dem Jahreswechsel 2016 nach tagelanger Einleitung per Gel, Tabletten und Tropf nach Nierenbeckenentzündung leider per Kaiserschnitt zur Welt bringen müssen. (4 Tage Vor ET)
    Unter der gesamten Zeit der Wehen wurde mir verboten aufzustehen, da ich am CTG liegen bleiben sollte. Die zuständige Hebamme kam nur in den Kreissaal um mir Medikamente zu verabreichen und nach den Muttermund zu sehen. Frühzeitig haben mein Mann und ich bereits bekannt gegeben, dass ich starke Blutungen bekommen habe nach der 2. Einleitungsmethode, dem wurde jedoch keine Beachtung geschenkt. Letztlich verlor ich unter den Presswehen (die einsetzen als ich allein mit meiner Mutter und meinem Mann war) das Bewusstsein nach einstündigem Wehensturm und meine Mutter rannte los um einen Arzt zu suchen. Es ging dann für mich in den OP und meinem Mann wurde mitgeteilt, ich hätte eine drohende sowie eine erfolgte Unterusruptur gehabt (der Operationsbericht ist uneindeutig geschrieben und beschreibt lediglich einen „tiefen Zervixriss“, Diagnose lautet aber dohende/erfolgte Uterusruptur). Meine Tochter hatte sich mit der Schulter in den Geburtskanal gedrückt und steckte fest.
    Wir erholten uns schnell und planten dennoch unser 2. Kind welches im November 2017 per geplantem Kaiserschnitt (38+0 )zur Welt kam. Man sagte mir damals ich könne unter keinen Umständen noch einmal normal entbinden.
    Im Operationssaal sagte jedoch der Arzt zu mir, bis auf einige Verwachsungen und die Kaiserschnittnarbe wäre nichts zu sehen gewesen.
    Ich erwarte nun unser 3. Kind welches am 10.6.2020 errechneten Termin hat und ich habe, wie beim 2. Kind schon, das starke Bedürfnis dieses Kind natürlich und ohne medizinische Unterstützung jedoch im Krankenhaus begleitet natürlich zur Welt zu bringen. Ich bin bis heute fest davon überzeugt, dass ich die Geburt meiner 1. Tochter ohne Zwischenfälle gemeistert hätte wenn man die Einleitung nicht erzwungen hätte.
    Ist es wirklich sinnvoll einen weiteren Kaiserschnitt über mich ergehen zu lassen oder kann ich meinem guten Gefühl vertrauen und es spontan versuchen?

    Liebe Grüße
    Monique

    1. Liebe Monique, Ihre Frage läßt sich nicht pauschal beantworten. Es braucht ja auch eine Klinik, die Sie begleitet. Daher würde ich mich zunächst einmal nach Kliniken umsehen, die grundsätzlich bereit sind, Mütter im Zustand nach zwei Kaiserschnitten zu begleiten. Das sind doch einige. Dann kann man anschauen, wie es Ihnen und dem Baby im weiteren Verlauf der Schwangerschaft geht und wie sich alles entwickelt. Sollten Sie Beide gesund sein und die Schwangerschaft unaufällig, hat auch eine Geburt nach zwei Kaiserschnitten recht gute Erfolgsraten. Viel Glück.

  32. Liebe Ute,

    meinen ersten Sohn habe ich am 25.02.19, also vor fast genau einem Jahr, spontan entbunden. Da ich bereits bei SSW 40+6 war und ein CTG auffällig war, riet man mir einleiten zu lassen, was ich auch tat. Bei dieser Geburt lief alles gut, aber die Zeit danach war nicht einfach und die erste Zeit mit meinem Baby war leider nicht so, wie sie hätte sein sollen. Fünf Monate später wurde ich wieder schwanger, diesmal mit Zwillingen. Die beiden hatten ihren ET eigentlich erst am 20.04.20, doch da ich zu früh Wehen bekam ging ich Ende Januar in die Uniklinik in Mannheim, in der Hoffnung noch Wehenhemmer bekommen zu können. Allerdings war der Muttermund schon vollständig geöffnet, die Kinder lagen in Schädellage und Beckenlage. Die Oberärztin die das festgestellt hatten, meinte sofort, dass das nun eine Sectio werden würde. Ich hatte bis zuletzt sehr gehofft, dass meine Babys wieder spontan zur Welt kommen würden und es war mir ganz besonders wichtig, weil ich es mir auch irgendwie als Ausgleich für die schwere Zeit nach der ersten Geburt gewünscht habe. Meine Tochter, die führend war, lag auch schon tief im Becken und ich sagte der Ärztin, dass es bisher immer hieß wenn das erste Kind gut liegt könnte ich es spontan versuchen. Sie allerdings meinte wenn die Kinder noch so klein sind wäre das Risiko sehr hoch und weil ich sowieso keine Zeit hatte noch nachzudenken, da ich bereits Presswehen hatte die ich unterdrückte, entschied ich mich für den Notkaiserschnitt. Meine Babys kamen bei SSW 28+3 am 30.01.20 zur Welt und liegen auch noch in der Neonatologie in der Klinik. Ich bin natürlich froh und dankbar, dass die beiden es so gut überstanden haben, auch wenn sie noch ihre Schwierigkeiten haben und Atemhilfen brauchen, was laut den Schwestern einfach daran liegt, dass sie noch so klein sind und da ich nur eine Lungenreife gespritzt bekommen habe, für die zweite war keine Zeit mehr. Ein paar Tage nach der Geburt habe ich erfahren, dass ein T Schnitt gemacht werden musste, weil mein Sohn nicht so einfach geholt werden konnte. Und, dass ich nach diesem Schnitt nur noch mit Kaiserschnitt entbinden könnte, was für mich ehrlich gesagt eine schlimme Vorstellung ist… Jeder sagt mir zwar, dass die Entscheidung, dem Notkaiserschnitt zuzustimmen, richtig war und man ja nicht wüsste, was sonst passiert wäre, aber trotzdem bin ich oft nicht glücklich mit meiner Entscheidung. Natürlich ist es das Wichtigste, dass es meinen Kindern gut geht, dennoch war es mir schon immer sehr wichtig spontan zu gebären und ich frage mich, ob ich es doch geschafft hätte. Dass ich das nun nicht mehr können soll, kann ich momentan noch nicht wirklich akzeptieren. Ich weiß eigentlich, dass sie mir da auch nicht groß helfen können, aber ich würde gerne Ihre Meinung dazu hören. Denken Sie, nach einem T Schnitt muss ich wirklich auf jeden Fall wieder per Kaiserschnitt entbinden, oder könnte es vielleicht doch möglich sein noch ein Kind so zu bekommen wie ich es mir wünsche? Dass ich 2 Jahre warten sollte bevor ich wieder schwanger werde ist klar und das hatte ich sowieso vor bzw auch noch etwas länger, immerhin habe ich nun drei Kinder zwischen 0 und einem Jahr.

    Liebe Grüße
    Nasima

  33. Hallo ich bin Laura, ich hatte 2017 eine Spontan Geburt ohne Komplikationen.
    2019 hatte ich einen Kaiserschnitt
    Jetzt bin ich mit Nummer 3 schwanger und möchte wieder spontan entbinden ist es möglich leider ist der Kaiserschnitt 4 Monate zurück ist es trotzdem möglich ?

    1. Hallo Laura, danke für Deine Nachricht. Ich würde dazu raten, sich mal jenseits der 30. Schwangerschaftswoche in einer Klinik vorzustellen und dann können sich die Ärzte alles ansehen und man kann es in Ruhe besprechen. Es besteht auch immer die Möglichkeit einer Zweitmeinung. herzlich, Ute Taschner

  34. Hallo,

    Ich bin mit dem 5ten Kind schwanger nach 4 Kaiserschnitten. Diese waren 1999, 2001, 2008 und 2015. Ich möchte so gerne normal entbinden oder zumindest warten bis es von alleine los geht.
    Ist das möglich? Wie hoch ist das Risiko dass die Narbe reisst? Wenn sie reisst wie hoch ist das Risiko dass ich oder das Kind dabei sterben können? Wissen Sie vielleicht Kliniken die das machen? Ich bin aus Bayern (Schwaben).
    Mit freundlichen Grüßen
    Simone

    1. Liebe Simone, haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht. Bei den meisten Einrissen der Gebärmutter wird diese Komplikation zeitig erkannt und Mutter und Kind können gerettet werden. Allerdings gibt es auch Fälle, je nach Literatur zwischen 6-12%, wo das Kind schwere Komplikationen erleidet und in der Folge verstirbt. Wie hoch genau das Risiko einer Ruptur nach 4 Kaiserschnitten ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Da kann man leider keine Voraussagen machen.
      Welche Kliniken Mütter nach 4 Kaiserschnitten begleiten, kann ich leider nicht sagen. Da müssten Sie möglichst bei den Kliniken anrufen. Es würde dann sowieso ein Gespräch und eine Untersuchung geben, in dem Ihre Geschichte genau anschaut werden würde und erst dann kann die Klinik, so eine grundsätzliche Bereitschaft bestünde, sagen, was med. mach- und verantwortbar ist.
      Herzlich, Ihre Ute Taschner

  35. Liebe Ute Taschner,

    Ich war heute bei 22+1 bei der Feindiagnostik (Degnum 2). Dort wurde festgestellt, dass meine Kaiserschnittnarbe (April 2018, Sekundäre Sectio, da BEL) unmittelbar über der Cervix ist und die Uteruswand im Narbenbereich minimal 4 mm beträgt. Der Arzt riet mir zu einem geplanten Kaiserschnitt, da bei Wehentätigkeit und dem Geburtsvorgang eine Uterusruptur wahrscheinlich sei. Sehen sie dies ähnlich? Soll ich mich überhaupt noch um eine Zweitmeinung bemühen?
    Viele Grüße,
    Christina

    1. Liebe Christina, es gibt keinen einheitlich verbindlichen Grenzwert für die Narbendicke und in der engl. Leitlinie (eine aktuelle deutsche gibt es gerade nicht) wird davon abgeraten, die Narbendicke als alleiniges Kriterium für die Entscheidung zum Geburtsmodus heranzuziehen. Der einzige Grenzwert, der in dieser Leitlinie überhaupt genannt wird, liegt bei 2,1 mm!
      Von daher würde ich zu einer Zweitmeinung raten. Viel Erfolg. liebe Grüße!

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