6 Mythen über die Uterusruptur

Angst vor der Uterusruptur: Diese 6 Mythen sind verbreitet, jedoch leider falsch! Höchste Zeit, damit aufzuräumen.

Mythos Nummer 1:

Uterusrupturen sind häufig und deshalb sollte man aus Sicherheitsgründen lieber einen erneuten Kaiserschnitt durchführen lassen.

Stimmt nicht: Echte Rupturen kommen nur bei 2 bis max. 5 von 1000 Geburten im Zustand nach Kaiserschnitt vor.

Häufiger ist das Auseinanderweichen der Narbe, was meistens symptomlos bleibt und für Mutter und Kind selten eine akute Gefahr darstellt.

Mythos Nummer 2:

Nach zwei Kaiserschnitten ist das Ruptur-Risiko so hoch, dass eine natürliche Geburt nicht mehr in Frage kommt. 

Stimmt nicht: Es gibt inzwischen viele Kliniken (siehe Netzwerk), die Mütter nach zwei oder sogar nach mehr Kaiserschnitten begleiten.

In der englischsprachigen Leitlinie des Royal College of Obstetricians & Gynaecologists RCOG aus dem Jahr 2015, letztes Update Februar 2017 heißt es: Frauen mit zwei oder mehr Kaiserschnitten im unteren Uterinsegment kann eine VBA2C nach Beratung durch einen erfahrenen Geburtshelfer (senior obstetrician) angeboten werden. Im Hinblick auf weitere Schwangerschaften und Geburten sprechen sich die Autoren der Leitlinie dafür aus, der VBAC (nach zwei Kaiserschnitten Anm. der Autorin) größere Beachtung zu schenken. „…and therefore greater consideration ought to be given to attempting VBAC.“

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Mythos Nr. 3

Das Ruptur-Risiko ist so gering, dass man es komplett vernachlässigen kann. 

Stimmt nicht: Es ist wichtig, möglichst alle Umstände zu vermeiden, die das Risiko für eine Ruptur erhöhen.

Dazu gehören vor allem Einleitungsversuche ohne medizinische Indikation, z.B. auf Wunsch der Mutter oder weil der errechnete Geburtstermin überschritten worden ist. Siehe dazu auch mein Artikel: Geburtseinleitungsversuche erhöhen das Risiko für eine Uterusruptur

Gerade bei Geburten nach einem vorherigen Kaiserschnitt ist die 1:1 Begleitung durch eine Hebamme wichtig, die erste Anzeichen vom Komplikationen sofort erkennen kann.

Mythos Nr. 4

Die Messung der Narbendicke während der Schwangerschaft kann das Ruptur-Risiko vorhersagen.

Stimmt nicht: Für die Anwendung der Narbenmessung gibt es bisher noch keinen einheitlichen Standart, weil sich die Wissenschaftler weder auf die beste Meßmethode noch auf einen einheitlichen Grenzwert einigen konnten.

Zudem zeigt die Erfahrung, dass die Beschaffenheit der Narbe nur ein Kriterium unter vielen anderen ist, um die Chancen für eine erfolgreiche VBAC (vaginal birth after cesarean; natürliche Geburt nach Kaiserschnitt) abzuschätzen (RCOG Guideline 2017).

Mythos Nummer 5:

Bei einer Uterusruptur versterben fast immer Mutter und Kind.

Stimmt nicht: Mütterliche Todesfälle in Folge einer Uterusruptur sind extrem selten. So wurde in den Einzellfalluntersuchungen zu den Müttersterbefällen in Bayern seit 25 Jahren (Daten wurden erhoben zwischen 1983 und 2012) kein einziger mütterlicher Sterbefall in Folge einer Uterusruptur dokumentiert (Welsch, Wischnik, Lehner 2016).

Das absolute Risiko eines VBAC-assozierten kindlichen Todesfalles ist extrem niedrig. Es liegt bei 4 auf 10.000 Geburten oder bei 0,04% . Damit ist es vergleichbar mit dem Risiko, welches auch bei einer natürlichen Geburt für das Baby bei Erstgebärenden besteht.“ (RCOG)

Mythos Nummer 6:

Die Uterusruptur ist die gefährlichste Komplikation im Zustand nach einem Kaiserschnitt

Stimmt nicht: Die Einnistungsstörung der Plazenta ist für die Mutter die gefährlichste Spätkomplikation in Folge eines oder wiederholter Kaiserschnitte. Einnistungsstörungen der Plazenta können zu lebensbedrohlichen Blutungen bei der Mutter führen. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit jedem erneuten Kaiserschnitt zu.  Aus Angst vor einer seltenen Ruptur wird dieses, etwas häufiger eintretende Risiko, für die Mutter in Kauf genommen. Nach drei Kaiserschnitten liegt es bereits bei 3%.

 

Vertiefende Informationen zum Thema traumatische Geburtserfahrung, findest Du hier:

Hauptsache, das Baby ist gesund!

Einen Geburtsbericht schreiben: 11 wichtige Fragen, die Dir helfen, Dich mit der Geburt zu versöhnen

und

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Nina arbeitet seit über 10 Jahren therapeutisch mit Frauen, die Traumata erlebt haben und hat sich auf diese Frauen- und Mütterthemen spezialisiert.
Sie löst Traumata über die Körperebene und arbeitet mit der tiefenpsychologisch orientierten Bewegungsanalyse. Außerdem mit der Methode der intuitiven Körperarbeit, die sie sich selbst erschlossen hat. Des Weiteren kommen Techniken aus der Tanztherapie, der Meditation, der Selbsthypnose, der Arbeit mit dem inneren Kind und des Visualisierens zur Anwerwendung.

Nina bietet auch einen Kurs zur Lösung von Traumata an. Der Kurs heißt „Flug der Phönix Frau“ (Affiliate Link)Wenn Du den Kurs von Nina über diesen Link buchst, erhalte ich eine kleine Provision, die es mir ermöglicht, meine Arbeit und die Ausgaben für diesen Blog zu finanzieren. Der Kurs-Preis bleibt für Dich ist dabei immer gleich.

Wer mehr und vertiefende Informationen zum Thema Geburt nach Kaiserschnitt sucht, findet diese im Buch „Meine Wunschgeburt-Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt“ von Kathrin Scheck und mir.

Buchcover Meine Wunschgeburt-Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt

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22 Kommentare, sei der nächste!

  1. Guten abend ich habe eine wichtige frage an ihnen unzwar meine schwester ist mit dem 6 kind schwanger sie hat bis jetzt 5 Kaiserschnitte hinter sich und sie wurde nach dem 5 kind nach 5 monaten scvwanger sie war zu erst bei ihre frauen ärtztin und sie hat zu ihr gesagt das es lebensbedrohlich für sie ist dan wollte sie wircklich das kind abtreiben bis die Abtreibungs stelle ihr empfohlen hat das sie sich eine 2 meinunc holen soll dan ist sie ins Krankenhaus gegangen wo sie alle ihre geburten hate und 4 Spezialisten habe sie kontrolliert und ihr gesagt sie darf das kind austragen mit fil ruhe ich möchte mich gerne erkundiegen da ich sehr fil angst um sie haben können sie mir sagen was für Erfahrungen sie darüber besitzen das wäre sehr nett wen sie mir einieges darüber mich informieren können danke und ein schönen abend.

    1. Hallo Sarah, vielen Dank für Ihre Nachricht. Da jeder Körper anders ist und jede Schwangerschaft unterschiedlich verläuft, sollte Ihre Schwester den Spezialisten in der Klinik, in der sie sich jetzt vorgestellt hat, weiter vertrauen. Dort wird sicherlich regelmäßig kontrolliert werden, ob alles in Ordnung ist. Aus der Ferne kann ich zum speziellen Fall ihrer Schwester leider keine Aussagen machen. Es ist immer sehr individuell, wie da vorgegangen werden kann und das müssen die Ärzte vor Ort entscheiden. Ich denke, die werden dort auch kein Risiko eingehen wollen und ihre Schwester sicherlich gut begleiten. Ich habe bisher von einigen Frauen gehört, die 5, 6 oder 7 Kaiserschnitte hatten und bei denen die Schwangerschaften gut verlaufen sind. Die Kinder wurden dann in Absprache mit den Ärzten jeweils wieder durch Kaiserschnitt geboren. Alles Gute für Ihre Schwester.

  2. Guten Tag, ich habe bereits leider 4 Kinder mit sectio geboren und bin aktuell mit dem 5ten Kind schwanger , wie bei den letzten beiden Kindern wollte ich spontan gebären , jedoch hat man es mir damals 2004/2008 nicht ermöglichen wollen. Kennen Sie oder haben sie von fällen gehört nach 4secrio , das eine Frau spontan entbunden hat ? Nach meinem letzten Kaiserschnitt meinte der Arzt , die Gebärmutter sah sehr gut aus , das Kind war sehr zierlich und sie hätte ich auch normal bekommen können, das hat mich im Nachhinein sehr traurig gemacht.

    1. Hallo Tina, vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe von einer Frau gehört, die nach drei Kaiserschnitten spontan geboren hat und von einer Frau nach 4 Kaiserschnitten und einmal nach 5 Kaiserschnitten. Auf Facebook gibt es eine Gruppe, wo sich sehr viele Frauen im Zustand nach Kaiserschnitt austauschen, auch zu Kliniken, die spezielle Fälle bereits unterstützt haben. Dort haben wir auch sehr viele hilfreiche Dateien. Vielleicht möchten Sie in der Gruppe einmal vorbei schauen. Sonst schreiben Sie mir doch eine Mail an info@geburt-nach-kaiserschnitt.de. Je nach dem, wo sie wohnen, gibts es vielleicht Kliniken, die sich zumindest sehr bemühen, Frauen mit speziellen Voraussetzungen zu begleiten.

      1. Vielen lieben Dank für die Antwort, ich habe ein Krankenhaus in Aussicht, das gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, mich beschäftigt diese Frage sehr, laut Oberärztin soll ich mich in der 30 ssw bei ihr mit allen op berichten die ich habe, vorstellen . Ich hoffe das mein Zustand und der Zustand des Babys, eine natürliche Geburt zulassen. Lg Tina

  3. Liebe Frau Taschner,
    ich habe im März 17 bei 30+2 per Notsectio entbunden. Dabei ist meine Gebärmutter zum T aufgerissen. Ich hatte bei 28+6 einen vorzeitigen Blasensprung, Ursache letzendlich ungeklärt. Es wurden wenige Keime gefunden. Ich hatte 09’08 eine Konisation.
    Leider finde ich keine zuverlässigen Zahlen zum Rupturrisiko… Würden Sie an meiner Stelle eine natürliche Geburt versuchen? Wie lange sollte ich mit einer erneuten Schwangerschaft warten? Danke und viele Grüße

    1. Liebe Nora, danke für Deine Nachricht. Ein Abstand von zwei bis drei Jahren zwischen den Schwangerschaften ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt des RupturRisikos sinnvoll, sondern auch, damit sich der Körper der Mutter gut erholen und alle Reserven wieder auffüllen kann. Kommt das nächste Kind jedoch früher, ist das in der Regel auch kein Beinbruch. Zur Planung der nächsten Geburt sollten Sie eine Geburtsklinik aufsuchen, die mit Geburten nach Kaiserschnitt(en) viel Erfahrung und gute Ergebnisse vorzuweisen hat. Dort können Sie einen Gesprächstermin vereinbaren und möglichst auch den OP Bericht mitbringen. Dann kann gemeinsam geschaut werden, welcher Geburtsmodus in Frage kommt.

  4. Hallo,
    Ich hatte vor 1,5 Jahren eine Not-sectio aufgrund Querlage mit T-Schnitt.
    Mir wurde nahe gelegt das nächste Kind wieder per Kaiserschnitt holen zu lassen… Was ist ihre Meinung?
    Was sagt mir die Kontrolle der Narbe genau?
    Welches Risiko besteht bei einer spontanen Geburt?
    Vielen Dank und liebe Grüße

    1. Liebe Katja, herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ein T-Schnitt kommt leider immer mal wieder vor. Eine aktuelle deutsche Leitlinie gibt es gerade nicht, sie soll im Sommer 2018 erscheinen. Die englische Leitlinie sieht den T-Schnitt als relative Kontraindikation zur natürlichen Geburt nach Kaiserschnitt und sagt, dass ein erfahrener Geburtshelfer die Situation beurteilen soll. Genau dazu würde ich auch raten. Es steht einer Mutter ja frei, sich eine Zweit oder Drittmeinung einzuholen. Vielleicht ist es gar nicht verkehrt, dies auch bereits vor einer erneuten Schwangerschaft zu tun und zunächst mal die grundsätzliche Bereitschaft zu erfragen, eine Geburt im Zustand nach einem T-Schnitt zu begleiten. Das muss aber immer vor Ort und von Fall zu Fall entschieden werden.

  5. Hallo!
    Ich hatte vor 6 Wochen starke innere Blutungen und wurde in der 13. SSW notoperiert. Dabei wurde festgestellt, das ich einen Riss in der Gebärmutter habe. Bei der ersten OP mussten Sie leider mein Baby, was vorher gesund war, herausnehmen.Ich bekam drei Blutkonserven und es war wirklich fünf vor zwölf für mich. Sechs Stunden später musste ich erneut operiert werden weil die Blutung nicht aufhörte ( die ganze Gebärmutter hat geblutet, daher muss ich nochmal zum Gerinnungsarzt). Dies ist meine dritte SSW die erste war 2012 Kaiserschnitt, da 10 Tage drüber, die zweite 2015 Einleitung und normal
    entbunden jedoch 1,5 Liter Blutverlust sowie eine Woche später Ausscharbung aufgrund Plazentaresten. Meine Frage an Sie, wie kann es sein das ich in der 13.Ssw eine Ruptur bekommen habe? Die Ärze waren ratlos warum die Plazenta durchgebrochen ist. Ich war in der 11. SSW beim physio und der hat einmal mein Bein so ruckartig nach unten gezogen, kann das dazu geführt haben. Ich suche nach einem
    Grund! Sie sagten auch ich sollte auf keinen Fall mehr schwanger werden. Ich bin so traurig, sollte ich es wirklich nicht wieder versuchen? Ich bin so verzweifelt. Danke und lieben Gruss

    1. Liebe Rabea,
      Es tut mir leid zu lesen, was Du in Deinen letzten beiden Schwangerschaften durchgemacht hast. Es wäre interessant zu wissen, wo in den beiden Schwangerschaften jeweils die Plazenta gelegen hat.
      Hattest Du in der 2. Schwangerschaft eine Vorderwandplazenta? Dann kann es sein, dass sie im Bereich der Narbe angehaftet ist und sich deshalb Teile nicht gelöst haben.
      In der letzten Schwangerschaft erklärt sich, was Du schreibst dadurch, dass sich die Schwangerschaft in der Narbe eingenistet haben könnte. Beide Komplikationen kommen nach einem Kaiserschnitt vor und genau dies ist der Grund, warum es so wichtig ist, einen Kaiserschnitt nur dann durchzuführen, wenn dafür eine glasklare, gewichtige medizinische Indikation vorliegt.
      Was eine weitere Schwangerschaft betrifft: ich würde mir dazu eine Zweit- oder Drittmeinung einholen und vor allem genau kontrollieren lassen, wie die Narbe jetzt nach der Op verheilt ist. Stelle Dich bei erfahrenen Geburtshelfern vor, möglichst in einer Uniklinik. Die Komplikationen, die Du erlebt hast sind zum Glück selten, nehmen aber durch die steigende Zahl der Mütter im Zustand nach einem Kaiserschnitt zu. Und gerade in größeren geburtshilflichen Zentren sollten die Ärzte damit zunehmend Erfahrungen haben.

      1. Liebe Ute, vielen Dank für deine Antwort, ja das kann ich gerne machen Wo und was soll ich denn schreiben? Ja dann werde ich mich wohl noch einmal in der MHH vorstellen vielleicht können die mir weiterhelfen. Mein Wunsch nach einem dritten Kind ist so groß dass ich es eigentlich nicht aufgeben möchte, obwohl ich eigentlich nicht riskieren möchte noch einmal so ein Trauma zu erleben. Denn das Risiko ist schon sehr hoch daran zu sterben, für mich war es 5 vor 12 Uhr, sonst hätte ich nicht 5 Tage auf der Intensivstation gelegen. Und selbst wenn man nicht daran stirbt dann kann es viele Komplikationen geben wie zum Beispiel Nierenversagen o.ä.
        Wie gesagt ich schlafe schreibe gerne etwas in deinen Blog.

        1. Liebe Rabea, ich kann Deinen Kinderwunsch sehr gut nachvollziehen. Wie hoch das Wiederholungsrisiko ist, kann ich Dir nicht sagen. Ich würde das auch, genau wie Du, sehr, sehr ernst nehmen und kein Risiko eingehen.
          Ich kann mir aber vorstellen, dass man eine Schwangerschaft, die sich in der Narbe eingenistet hat, sehr früh erkennen und geeignet darauf reagieren kann.
          All das können Dir die Ärzte an einer Uniklinik sicherlich sagen.
          Deinen Bericht würde ich sehr gerne auf meinem Blog veröffentlichen wollen. Schau Dir gerne die Geburtsberichte der anderen Mütter an. Du kannst frei von der Leber weg schreiben. Wichtig wäre, dass Du alle Schwangerschaften und Geburten erwähnst und kurz schreibst, warum der 1. Kaiserschnitt bei Dir durchgeführt wurde. Schau einfach, ob Dir das Format zusagt. herzlich Ute

  6. Hallo!
    Ich hatte vor 3 Jahren meinen ersten Kaiserschnitt, wegen Beckenendlage. Und vor einem Jahr meinen zweiten Kaiserschnitt. Diesmal ein Notkaiserschnitt. Es wurde eingeleitet, da ich über Zeit war. Als die Geburt trotz starker Wehen nicht voran ging bekam ich einen Wehentropf und dann kam es zur Uterusruptur. Mein Baby konnte in letzter Sekunde noch gerettet werden, lag dann aber erstmal auf der Intensivstation. Der Oberarzt meinte, dass sich die Plazenta vermutlich vorzeitig gelöst hat und die Geburt deshalb nicht voran ging. Meine alte Kaiserschnittnarbe sei T-förmig gerissen und ich habe 1,5 Liter Blut verloren meinte er. Als ich gefragt habe, ob ich trotz der Ruptur irgendwann nochmal schwanger werden darf sagte er, dies sei durchaus noch möglich.
    Ich bin trotzdem verunsichert und weiß nicht so recht, ob eine dritte Schwangerschaft zu gefährlich wäre?
    Wenn ich jetzt noch 2,5 bis 3 Jahre bis zur nächsten Schwangerschaft warte, wäre das Risiko für eine erneute Ruptur dann geringer, weil die Narbe mehr Zeit hatte um zu heilen? Ich hatte nach dem zweiten Kaiserschnitt nämlich eine Wundheilungsstörung, die bis 8 Monate nach der Geburt angehalten hat.

  7. Hallo. Ich hatte vor 8 Monaten einen Not ks, weil trotz einleiten der Muttermund nicht aufgegangen ist und es dem Baby nicht mehr gut ging. Jetzt habe ich heute einen Schwangerschaftstest gemacht der positiv ausgefallen ist. Mein Mann und ich wünschen und zwar noch ein Kind wollten aber 1 Jahr warten. Weil jeder gesagt hat das man mindestens 1 Jahr warten muss. Jetzt ist es trotz Verhütung passiert. Mein Frauenarzt hat mich bei der Nachkontrolle damals sehr Hasch darauf hingewiesen dass wenn ich zu früh schwanger werde der Uterus eine Ruptur haben würde. Jetzt habe ich natürlich voll die Panik. Ich wollte beim 2 eigentlich normal endbinden, aber jetzt habe ich Angst das ich monatelang im KH liegen muss weil mir die Narbe reißen könnte. Weil meine KS Narbe ist außen zwar verheilt aber noch so leicht rötlich und etwas dick. Können sie mir einen Tipp geben was ich jetzt machen soll? Weil ich habe jetzt etwas Angst das etwas passieren könnte und mein Kind dann Halbweise wird.

    1. Hallo Alice, lieben Dank für diesen Kommentar.

      Uterusrupturen sind extrem seltene Ereignisse, auch dann, wenn die Mutter zuvor einen Kaiserschnitt hatte.
      Noch viel, viel, viel seltener verstirbt eine Mutter an den Folgen einer Ruptur.

      Wenn der Abstand zwischen den Geburten größer als ein Jahr ist, ist das Risiko lt. aktuell verfügbarer Leitlinien der engl. und amerikanischen Fachgesellschaften der Gynäkologen und Geburtshelfer nicht erhöht.

      Es gibt also keinen Grund zur Sorge. Wenn Sie sich auf die nächste Geburt vorbereiten wollen, empfehle ich Ihnen sich genau zu belesen und alle verfügbaren Informationen einzuholen und falls sie Facebook aktiv sind, auch in die Gruppe „natürlich und selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt (VBAC)“ zu kommen.

      herzlich Ute

  8. Guten Tag, ich bin in der 7. SSW und hatte heute den ersten Gyn. Termin. Bei Zustand nach 3 Sectio’s stellte die Gyn. im Sono fest, dass der Embryo sich ziemlich weit unten im Uterus eingenistet hat. Auch liegt er mit ca. 2 cm über der Sectio Narbe nicht günstig. Sie empfiehlt über einen Abbruch nachzudenken. Sonst ist alles in Ordnung und dem Alter entsprechend angelegt. Auch HA können nachgewiesen werden. Wir sind sehr verunsichert was wir tun sollen. Über eine Antwort freuen wir uns sehr… Viele Grüße, Sabine

    1. Liebe Sabine, lieben Dank für Deinen Kommentar. Es tut mir leid zu lesen, dass Du nun so in Sorge bist, weil sich Dein Baby in dieser Schwangerschaft in der Nähe der Narbe eingenistet hat.

      Deine Schwangerschaft ist ja noch sehr jung.

      Meine Idee dazu wäre, zunächst einmal ruhig zu bleiben und sich eine Zweitmeinung einzuholen. Möglicherweise kann abgewartet werden, wie sich alles entwickelt. Anscheinend ist ja bislang noch alles in Ordnung. Ich wünsche Dir alles Gute für diese Schwangerschaft und drücke die Daumen für einen positiven Verlauf.

      1. Liebe Ute,

        vielen Dank für deine Antwort. Wir haben einen Termin beim Chefarzt der Klinik in der wir entbinden. Ich hoffe das alles gut wird. Liebe Grüße Sabine und Daniel

  9. Hallo, ich hatte bisher 2 ungeplante Kaiserschnitte wegen Geburtsstillstand. Nun, in der dritten Schwangerschaft war ich eigentlich sehr davon überzeugt, es unbedingt ein drittes Mal spontan versuchen zu wollen. Eigentlich sieht auch alles gut aus, trotzdem bekomme ich allmählich Schiss vor einer Ruptur.
    Können sie mir irgendetwas Aufbauendes sagen? Der zweite Kaiserschnitt ist übrigens 6 Jahre vergangen. Ist meine Angst berechtigt oder eher irrational? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Narbenruptur nach 2 KS??

    Viele Grüße

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